Pressetexte
Von: Annika Schulze-Geiping
Dienstag, 29.05.2007
Dokumentationssystem optimiert Arbeitsabläufe in ambulanten Pflegediensten.
Projektergebnisse „Technik und Pflege“ wurden im Haus Opherdicke vorgestellt und diskutiert.
Die Pflegedokumentation ist ein wichtiger Baustein in der Versorgung pflege- und hilfebedürftiger Menschen. Eine gute Dokumentation macht die Arbeit der Pflegekräfte transparent, bietet eine rechtliche Absicherung und gewährleistet eine effiziente Versorgung der Pflegebedürftigen.
Durch hohe Anforderungen im administrativen Bereich und der damit einhergehende „Bürokratisierung“ in der Pflege, kommt es häufig zu Mehrfachdokumentationen und einem hohen Arbeitsaufwand in diesem Bereich. Die Pflegedokumentation wird daher von Pflegekräften zunehmend als „notwendiges Übel“ betrachtet, da die qualitative Versorgung der pflegebedürftigen Menschen scheinbar in den Hintergrund rückt.
Im Rahmen des vom Land NRW und der europäischen Union geförderten Projektes „Technik und Pflege“ wurde, in enger Kooperation mit dem Kreis Unna, gemeinsam mit Pflegekräften ambulanter Dienste aus der Region ein mobiles, EDV- gestütztes Dokumentationssystem entwickelt, welches eine strukturierte und „entbürokratisierte“ Pflegedokumentation gewährleistet. Das Konzept kombiniert moderne Kommunikationstechnologien mit der gewohnten Dokumentationstechnik, um die Arbeitsabläufe im Rahmen der Pflegedokumentation zu optimieren und Pflege- sowie Leitungskräfte zu entlasten.
Die Pflegekräfte dokumentieren nach wie vor mit Stift und Papier. Hierzu werden die benötigten Formulare auf ein Datenerfassungstablett gelegt, welches die geschriebenen Werte auf einer Speicherkarte speichert. Die erfassten Patientendaten werden nach Beendigung des Einsatzes in der Sozialstation eingelesen und in die eigens für die komplexen Anforderungen der Pflegedokumentation entwickelte Software übermittelt. Hier kann nun eine grafische Darstellung, eine Überprüfung, Auswertung und gegebenenfalls Weiterleitung der Daten erfolgen.
Da sowohl Voreintragungen bereits am PC durchzuführen und per Knopfdruck auf andere Formulare zu übertragen sind und Formulierungshilfen in der Software hinterlegt sind, lässt sich der Arbeitsaufwand in diesem Bereich drastisch reduzieren. Durch Verweise innerhalb der Software wird die Planung, Durchführung und Überprüfung der pflegerischen Tätigkeiten transparent und die einzelnen Formulare sinnvoll miteinander verknüpft. Durch die Auswertung und grafische Darstellung der Patientendaten kann schneller auf Veränderungen und Besonderheiten reagiert werden, eine optimale Versorgung der Pflegebedürftigen wird somit unterstützt.
Durch die einfache Handhabung der technischen Unterstützungsinstrumente, die nahezu unveränderten Arbeitsabläufe und durch das aktive Mitwirken der Pflegekräfte bei der Entwicklung des Systems konnte eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern der ambulanten Pflegeeinrichtungen geschaffen werden. Weiterhin wird eine Zeitersparnis für die Pflegedokumentation erwartet, was nicht zuletzt den Pflegebedürftigen zugute kommen kann.
Ausführlichere Informationen können unter www.technikundpflege.de eingesehen werden.
Kontaktdaten:
easycomputing, Herr Gerhard Weiling, Castrop Rauxel, Telefon: 02367.18 15 60
gaus gmbh, Frau Christiane Weiling Dortmund, Telefon: 0231.47 73 79 38



