Aktuelles / Termine
August – September 2006
In mehreren Workshops wurden neue Formulare entwickelt. Hierzu wurden zunächst die bisher genutzten Dokumentationsformulare überprüft. Schwachstellen und Stärken der einzelnen Formulare wurden herausgestellt und die Erfahrungen und Wünsche der Pflegekräfte wurden dabei erläutert. Die Formulare wurden mit dem Ziel entwickelt, eine Entbürokratisierung in der Pflegedokumentation zu gewährleisten. Es wurde also darauf geachtet, dass eine Mehrfachdokumentation vermieden wird und eine sinnvolle Verknüpfung der Formulare stattfindet, die den Pflegeprozess transparent wiedergibt. Neben den gesetzlichen Grundlagen wurden bei der Entwicklung der Formulare auch pflegewissenschaftliche Empfehlungen berücksichtigt und implementiert.
Um eine Arbeitserleichterung für die Pflegekräfte zu gewährleisten, wurde in dieser Projektphase darauf geachtet, die Arbeitsabläufe transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Die Beschäftigten sollen sich mit den Umstrukturierungen bezüglich der Dokumentation identifizieren können, die Arbeitszufriedenheit konnte so sichergestellt werden.
>>Beispiel veränderte Formulare<<
Oktober 2006
Die in den Workshops entwickelten Formulare wurden in den jeweiligen Pflegeteams vorgestellt und mit den Pflegekräften diskutiert. Die Ergebnisse der Diskussionen wurden in weiteren Projekttreffen zusammengetragen und erläutert. Die Formulare wurden nach mehrmaliger Prüfung durch Pflegepraktiker erneut überarbeitet und angepasst.
November 2006
Ein wichtiger Teil der Projektarbeit war die Schulung und Qualifizierung der Mitarbeiter. Neben den Qualifizierungen durch die aktive Projektmitarbeit, wurden die Mitarbeiter der Pflegedienste bezüglich des Umganges mit den technischen Unterstützungsinstrumenten geschult. Weiterhin wurden Kenntnisse bezüglich des Nutzens und Umgangs mit der Pflegedokumentation vermittelt. Diese Lerninhalte hatten das Ziel, die Akzeptanz für die Pflegedokumentation allgemein und für das neue Dokumentationssystem im Speziellen zu erhöhen.
Dezember 2006
Um die Pflegekräfte langsam an die Umstrukturierungen bezüglich der Dokumentation zu gewöhnen, wurden zunächst die neuen Dokumentationsmappen mit den entwickelten Formularen in die Praxis integriert. In den Projekttreffen wurde vereinbart, dass 4 Wochen nach der Einführung der neuen Formulare auch das Tablett Anwendung in der Praxis finden wird.
Januar 2007
Zu den neuen Formularen wurde im Januar das komplette Dokumentationssystem in der Pflegepraxis der beteiligten Betriebe eingeführt. Die Dokumentation erfolgt nun mit den entwickelten Formularen, die zur Dokumentation auf das Datenerfassungstablett gelegt werden. Die geschriebenen Daten werden über das Tablett auf einer Speicherkarte erfasst. Die Dokumentationsmappe verbleibt, wie gehabt, beim Patienten. Die Speichekarte wird dann nach Beendigung der Tour in der Sozialstation eingelesen. Die Daten können hier ausgewertet, überprüft und gegebenenfalls an andere Versorgungseinrichtungen oder den Hausarzt weitergeleitet werden.
Januar – April 2007
Die Entwicklung der Software geschah in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Pflegediensten. Verweise und Hilfefunktionen innerhalb der Software bieten eine Erleichterung in der Handhabung der Pflegedokumentation. Auch bei der Entwicklung der Software wurde darauf geachtet, eine Mehrfachdokumentation zu vermeiden. Die entwickelte Software bietet weiterhin die Möglichkeit, auf fehlende oder unkorrekte Einträge hinzuweisen. Patientendaten können in Form von Diagrammen ausgewertet werden, Entwicklungen und Verläufe der Patienten werden so übersichtlich dargestellt und ermöglichen eine schnelles und adäquates Reagieren auf Besonderheiten. Die Software unterstützt weiterhin alle Phasen des Pflegeprozesses durch Verknüpfungen der einzelnen Formulare (Stammdaten, Pflegeplanung, Durchführungskontrolle).
Februar 2007
Aufgrund der Modellhaftigkeit des Projektes kam es zu Verzögerungen der Erprobungsphase. Die Software sowie weitere Unterstützungsinstrumente (z.B. Modell des Datenerfassungstablett) mussten den komplexen Anforderungen der Pflegepraxis angepasst werden. Es zeigten sich zudem weitere Möglichkeiten, in denen durch die Software zusätzlich Hilfefunktionen eingebracht werden konnten.
April 2007
In der Erprobungsphase zeigte sich die Praxistauglichkeit des komplexen Systems. Da die Mitarbeiter in die gesamten Projektabläufe eng eingebunden waren, konnten die veränderten Arbeitsabläufe transparent und nachvollziehbar vermittelt werden. Obwohl einige Änderungen vorgenommen werden mussten, fand das neue Dokumentationssystem eine hohe Akzeptanz bei den Beschäftigten der beteiligten Pflegeeinrichtungen. Durch die verschiedenen Schulungen im Projektverlauf konnte ein reflektierter Umgang mit der Pflegedokumentation erreicht werden. Auch die „Scheu“ vor technischen Unterstützungsinstrumenten konnte durch die einfache Handhabung der Software und des Datenerfassungstabletts reduziert werden. Es zeigte sich, dass durch die Voreintragungen und die Verweise und Verknüpfungen innerhalb der Formulare eine Zeitersparnis und ein effektiverer Umgang mit der Pflegedokumentation bei den Pflegekräften erfolgen. Durch die Zuordnung der Speicherkarten und das Anlegen der Patienten- / Kundendaten fällt lediglich ein einmaliger Arbeitsaufwand für die Pflegedienstleitung an.
Mai 2007
Die Abschlussveranstaltung des Projektes fand am 24.05.2007 im Haus Opherdicke in Holzwickede statt. Das Projekt wurde von den beteiligten Betrieben vorgestellt und Hürden sowie positive Erkenntnisse im Projektverlauf wurden erläutert und mit den Teilnehmern der Veranstaltung diskutiert. Die Vorteile für die Anwendung der neuen Technik aus Sicht der Pflegebetriebe wurden anschaulich dargestellt von Brigitte Richter (Pflegedienstleiterin (PDL) beim ArbeiterSamariterBund Hamm/Soest), Barbara Vetter und Katharina Günther (beide PDL bei Mobile Alten- und Krankenpflege Unna bzw. Salvita Pflege Daheim Schwerte) sowie Ludger Tölke (Inhaber dieser Betriebe).



